Meine ersten Sarissa-liken Terrain-Tile–Module mit MDF-Platten begann, ich als Dominic sich das Italeri Stalingrad Fat Pack kaufte. Dort begegnete mir erstmals das Sarissa Terrain Tile System. Ich fand einen guten Weg, wie ich das System für Unikornien sinnvoll einsetzen – und dabei etwas Geld sparen kann.
Das Sarissa Terrain Tile System: einfach genial!
Das Spielfeld aus quadratischen Platten zusammenzusetzen, ist eine hervorragende Idee. Diese Platten aus den hochstabilen MDF-Platten zu fertigen, ist nochmals eine gute Idee. Die Kantenlänge des kleinsten Elements und damit das Raster auf 10cm x 10cm festzulegen, war keine gute Idee, denn damit schied für mich als PBI-Fan das System einfach aus. PBI verwendet ein 15cm x 15cm Raster und das ist für mich das Gesetz.
Glücklicherweise hatte ich meine MDF-Module bereits im 15cm x 15cm Raster begonnen. So konnte ich damit einfach fortfahren. Dass Sarissa mit seinem Terrain Tile System auf ein Raster mit MDF-Modulen setzt, bestätigte mich in meiner Vorgehensweise. Beim Stöbern auf der Webseite von Sarissa fand ich einige Fotos von Modulgruppen, die von gekonnter Hand in kleine Dioramen verwandelt worden waren. So auch ein Afrikamodul. Das gefiel mir so gut, dass ich es in meinem Pink Unicorn PBI-compatible Terrain Tile System nachbauen wollte.
„Sarissa: Einmal Afrika bitte!“
Was bei Alexa sicher funktionieren würde, könnte hier schwierig werden. Aber… Vom Motiv her ist der Ausschnitt einfach nur ein 2×3-Raster von Basismodulen – also 30cm x 45cm. Zwei Straßen treffen sich, links und rechts davon liegt Wüste und Geröll und Gedöns. Aber irgendwie hatte das was für sich. Ideal auch: es ist sehr klein und übersichtlich und für einen Versuch ist das sicher eine gute Größe.
Ganz nebenbei kosten mich die 15cm x 15cm – MDF-Tiles im Online-Versand nur wenige Cent!
So entstand mein 2×3-Afrika-Modul-Set für PBI
Meine Version des Sarissa Terrain Tile Systems – genauer deren Entstehen – habe ich hier mal als Fotostory festgehalten.
Ein Doppelmodul 15 x 30cm, wie es bei Sarissa mit 10 x 20cm etwas kleiner sein würde. Ich habe mal ein paar 15mm Spielelemente dazugestellt.
Die Konturen der Straßen habe ich wie bei dem Bild des Expansion Pack 1 von Sarissa aufgezeichnet und fülle nun die „Wüsten“-Teile mit Strukturpaste, die später das Geröll aufnehmen soll.
In den Wüstenpart, also nicht auf die Straßen, drücke ich ein paar Kiesel (1cm lang, 0,5cm breit und hoch) als Felsstücke oder sowas. Die rote Farbe rührt daher, dass ich diese Kiesel als Zierkiesel erworben habe. Die anderen Farben wären noch schlimmer gewesen…
Nun fülle ich die freien Flächen der Wüste mit Aquariumkies. Die Felsstücke haben bereits festen Halt, der Aquariumkies ergänzt und füllt die Fläche vollständig aus
Zwischenstand: alle vier Module sind bestückt und können nach dem Trocknen und Aushärten bemalt werden.
Jetzt überziehe ich die gesamte Fläche mit einer sehr dünnflüssigen PONAL-Lasur. Nach dem Trocknen wird diese alle Körner wie festgenagelt auf dem Boden halten.
Nahaufnahme: es hat sich später gezeigt, dass es besser aussieht, wenn man die Sandkörner auf den Felsstücken abpiddelt…
Die Straßen werden mit Revell Aquacolor 36189 Beige bemalt. Nach dem Trocknen werden die Straßen mit Weiß(!) vorsichtig trockengebürstet.
Die Wüstenpartien abseits der Straße werden mit Revell Aquacolor 36116 Sand grundiert. Die Felsstücke werden gleich mitbehandelt.
Alle vier Terrain Tile Module nach dem Trocknen. Die Straßenführung ist wie beim Beispielfoto des Sarissa Terrain Tile System Expansion Pack 1 gehalten.
Der Wash mit der Lederbraun gibt den Modulen meines Terrain Tile Systems eine unruhige Oberfläche, was ich als spannend empfinde.
Hier eine Nahaufnahme der Straße. Hier wurde mit Weiß trockengebürstet. So entstand ein starker Kontrast von Straße zu Wüstenpartie.
Nach dem Abpiddeln der Sandkörner von den Felsstücken (Zierkieseln) werden diese erneut mit der Farbe „Sand“ bemalt.
Danach kommt auch auf die Felsstücke wieder der Wash mit „Lederbraun“ und dann das Trockenbürsten mit der „314er Beige“.
Großaufnahme: Modul 1 (30cm x 15cm) meines Terrain Tile System mit dem Motiv des Sarissa Expansion Pack 1 Beispielfotos.
Großaufnahme: Modul 2 (15cm x 15cm) meines Terrain Tile System mit dem Motiv des Sarissa Expansion Pack 1 Beispielfotos.
Großaufnahme: Modul 3 (15cm x 15cm) meines Terrain Tile System mit dem Motiv des Sarissa Expansion Pack 1 Beispielfotos.
Großaufnahme: Modul 4 (30cm x 15cm) meines Terrain Tile System mit dem Motiv des Sarissa Expansion Pack 1 Beispielfotos.
Wie sieht das Terrain Tile System im Spiel aus?
Jetzt habe ich einfach mal ein paar 15mm Minis auf die vier Terrain Tile Module draufgestellt. Ein paar Deutsche und ein paar Briten. Aber seht selbst.
Die Terrain Tile Module kann man auch solo einsetzen. Hier tummeln sich ein Panzer III, ein Panzer IV Ausf. F2 und ein Kübelwagen in Nordafrika auf der Rollbahn.
Was das DAK kann, können die Wüstenratten aber auch. Eine 40mm Bofors Flak und einige Foot Groups dazu sind hier auf meinem Terrain Tile System in Stellung gegangen,
Wie geht es mit dem PBI-Terrain Tile System weiter?
Mein nächstes Vorhaben sind mehrere Module „am Strand des Mittelmeers“. Ich habe bei Sarissa Fotos von Modulen gesehen, die ein wenig „Meer“ mit drauf haben. Das werde ich demnächst mal ausprobieren…
Stay tuned!
Sturmi
Bildnachweis: © alle schwarzer.de
7 Kommentare
Sturmi.., Note 1..!
Setzen..!
Brav gemacht…
Das fällt dann unter Home Schooling, oder?
** grins**
Mhhh… zufall das ich mir gestern abend das terrain tile system bestellt habe? ich glaube nicht… ich hab mich gestern dazu entschieden Stalingrad und auch berlin auf den terrain tile system aufzubauen!
Hey was ein Zufall, ich bin auch gerade in diesem Moment dabei mir eine Afrika Spielplatte zu bauen und stoße auf den Beitrag hier.
Ich habe von Sarissa Terrain den Bahnhof und einen Wasserturm aus dem Italeri El Alamein Set. Diesen wollte ich das Zentrum nehmen und drum herum das Feld bauen. Deine Bemalung werde ich mir wenn ich soweit bin ganz sicher noch mal angucken und kopieren :-)
Also da bitte ich um Fotos. Das muss die Welt erfahren. Und ich erst recht…
3rd / 13th Frontier Force Rifle Regiment will auch darauf herumtollen!
Deine Steinbautechnik eignet sich sicherlich gut für die Errichtung von Sanga Brustwerken anstelle von Schützenlöchern – https://en.wikipedia.org/wiki/Sangar_(fortification) – das haben die Briten in Indien gelernt und nach Nordafrika und Itlaien mitgenommen. Sieht wohl besonders fesch aus, wenn Du die gleiche Farbpalette bemnutzt wie für das Gelände. Die Oberseite natürlich heller in der Sonne, aber verschmilizt gut im Gelände, hat sich bewährt, wenn es wegen des harten Untergrund unmöglich ist sich einzugraben.
Lass dich mal überraschen. Habe heute Abend sechs neue Afrika-Tiles angefangen. Ich wollte eh noch bisle was ausprobieren…